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Toreador - Short Notes

Toreador – Short Notes

Der Clan der Rosen. Wer die Toreador als Clan der Künstler und Mäzenen bezeichnet, hat nur einen Bruchteil verstanden, was es heißt Toreador zu sein. Kein Clan liegt sich mehr in den Haaren, wenn es um gesellschaftliche Fragen oder um Kultur geht. Sie genießen ihre Existenz und ihren eigentlichen Clansnachteil, die sogenannte Verzückung, in vollen Zügen. Leben auf der Überholspur, exzessiv, immer mehr als Mittelmaß, das Streben nach gesellschaftlicher Macht sind charakteristische Merkmale der Toreador, die oft Ausdruck in der Kunst finden, aber nicht nur. Die Sehnsucht nach Leben, der Durst nach Freiheit sind ihre Leitmotive.

Die Toreador und die Kunst

Alles Schöne, alles was starke Emotionen hervorruft fasziniert die Toreador. So ist es nicht verwunderlich, dass viele von Ihnen irgendetwas mit Kunst zu tun haben.
Wie bereits eingangs erwähnt, ist Mittelmaß nie das, was ein Toreador anstrebt, er gibt sich nie mit weniger als der Meisterschaft zufrieden. Aus diesem Ehrgeiz und dem Verlangen, immer der Beste sein zu müssen entsteht der erste dramatische Spielinhalt.
Man stelle sich folgendes vor:
Ein Künstler, wir nehmen der Einfachheit halber einen Dichter, hat immer ein bestimmtes Motiv, ein Leitthema, mit dem er sich mehr als mit allem anderen beschäftigt. Unser junger Beispielfreund schreibt gerne über die Liebe. Schöne Frauen, wie sich ihre Haut anfühlt, wie gerne er die Zeit anhalten würde,wie einzigartig der Moment des ersten Kusses, wie schön seine momentane Angebete ist, wenn der Mondschein sie sanft nachzeichnet... Ich hoffe, der Eindruck ist klar. Unser Beispielfreund geht also über 100 Jahre mit, sagen wir mal, 3000 (30 im Jahr sind hoffentlich nicht zu spießig ) Frauen aus, verführt sie, schreibt im Anschluss ein Gedicht über ihre unvergleichliche Schönheit, Grazie, sonstwas. Ja, wie oft wird der sich wohl denken: „Moment, das habe ich doch schonmal geschrieben?“
Das ist genau der Punkt. Das Können erschöpft sich. Der Künstler brennt aus und sucht die Schuld in erster Linie bei sich, dann erst in der Ewigkeit. Er beginnt eine Selbstkritik an den Tag zu legen, die ihn von Innen heraus auffrisst. Kunst ist seine Hure, lang nicht mehr seine Liebe.
Das gilt auch für alle anderen Kunstformen: Jedes Lied ist bereits 100 Mal gesungen, jedes Motiv mehr als genug gezeichnet, jedes Kleid zu Genüge entworfen, genäht, entsetzt zerrissen worden.
Auch für Mäzenen ist der Gedanke in passiver Form spielbestimmend: Jede Form von Tanz hat man bereits gesehen, jedes Lied gehört, vielleicht sogar viel besser, als gerade dargeboten, jedes Motiv schon bestaunt worden.
Die Leidenschaft liegt den Toreador im Blut. Die Krise kommt immer dann, wenn sie sich selbst nicht genügen, oder sie nichts mehr begeistern kann. Wie Süchtige gieren sie nun umsomehr nach ihrer Droge, sie wollen sich fallen lassen, von Emotionen durchzogen werden, spüren, dass sie am Leben sind...aber nichts ist gefährlicher als das.

Verzückt – entrückt
Der Clansnachteil der Toreador, ich mag den Begriff der Droge, nennt sich Verzückung. Wie ein Junkie lässt er sich fallen, sich immer mehr faszinieren, verliert sich ganz in dem Moment, vergisst die Welt um sich herum. Es gibt für den Charakter keine größere Freude als das Eintauchen in einen Moment, deswegen wird er sich immer wieder bereitwillig dieser Lust hingeben. Auf zwei Hochzeiten tanzen ist schon immer schwierig. Begibt sich der Charakter als nun ganz in die Welt der Gefühl, geht er auch mit jedem Schritt ein Stück aus der Realität. Er wird dadurch für alle, die in der Realität verbliebenen sind, ein leichtes Ziel.

Wie entgeht ein Toreador nun also der ewigen Langeweile?

Die Gilden

Mitgliedschaft in den Gilden ist keineswegs auf eine einzige begrenzt. Jeder Toreador kann jederzeit um Aufnahme in eine weitere Gilde bitten, aber es wird in der Pluralität immer schwerer, auf mehreren Feldern gleichzeitig zu brillieren.

Apollon:

In der Gilde Apollon finden sich alle flüchtigen Künste, d.h. solche, die ihre Wirkung im Moment entfalten und einzig durch die Person des Schaffenden direkt dem Rezipierenden vermittelt werden können. Dazu gehören Schauspiel, Gesang, Tanz, Performance Art, Modeling, Oration und Rezitation. Das Siegel der Gilde ist eine Harfe, ihr Schutzpatron ist Apollon.

Pygmalion:
In der Gilde Pygmalion finden sich alle ewigen Künste, d.h. solche, die nicht im, sondern erst nach dem Moment ihrer Schöpfung wirken und auch ohne den Künstler auf den Rezipierenden wirken können. Dazu gehören Malerei, Bildhauerei/Keramik, Photographie/Film, Installationen und Literatur aller Art. Das Siegel der Gilde ist ein Schwan, ihre Schutzpatronin ist Aphrodite.

Minerva:
In der Gilde Minerva finden sich alle sogenannten römischen Künste, d.h. solche, die dem Grundsatz „Form follows Function“ folgen und in erster Linie einen praktischen Gebrauch und in zweiter Linie einen ästhetischen Aspekt haben. Dazu gehören Architektur, Mode-Design, Schmiedekunst/Schmuckherstellung/..., Landschaftsgärtnerei, Städteplanung, Lichtinstallation etc. Das Siegel der Gilde ist ein Hammer, ihre Schutzpatronin ist Minerva.

Chronos:
 In der Gilde Chronos finden sich die Entdecker der Neuen Medien. Jedes Zeitalter hat Techniken, die so bahnbrechend sind, dass sie erlauben, völlig neue Ausdrucksformen für Kunst und Kultur zu finden. Diese Gilde sichtet und entwickelt diese Techniken und gibt sie an andere Gilden ab, sobald sie „Mainstream“ werden. Beispiele des frühen 21. Jahrhunderts sind Software unterstütztes Design jeder Art, alles, was mit dem Internet zu tun hat, Virtual Reality und ähnliches. Das Siegel der Gilde ist eine Hand, die sich um Blitze schließt, ihr Schutzpatron ist Chronos (nicht
Kronos, der Göttervater, sondern der griechische Gott der Zeit).

Fautori:
In der Gilde Fautori finden sich alle Förderer der Künste, deren Wirkungsbereich in der Entdeckung, Förderung und Verewiglichung Schaffender und deren Werken, bzw. der Begünstigung von Kultur generell besteht. Dazu gehören Musen, Mäzene, Impressarios, Investoren, Gastgeber von Salons/Veranstalter von Parties, Diplomaten etc. Das Siegel der Gilde ist ein Füllhorn, ihr Schutzpatron ist Pluto.

Nemesis:
 In der Gilde Nemesis finden sich die Betrachter der Kunst auf der Meta-Ebene, die Behüter und Mittler des Kulturschaffens, die u.a. auch die Richter für den Rest des
Gildenwesens stellen. Dazu gehören Kritiker, Kulturwissenschaftler, Semiotiker, Hermeneutiker und ähnliche Fachrichtungen. Sie verschreiben sich auch dem Werk, als Gilde der Gilden über das Tun der anderen Gilden zu wachen. Sie haben große Autorität innerhalb des Gildensystems und nehmen daher einen Sonderstatus ein. Das Siegel der Gilde ist das Rad des Schicksals, ihr Schutzpatron ist Nemesis.

Die Ränge

Blastema:
Der Blastema ist der blutige Anfänger in einer Gilde. Er zeigt das Potential, von besonderem Wert für den Clan Toreador und das Wesen der
 Gilden zu sein, doch sein Können ist noch rein intuitiv und völlig unausgereift. Er bedarf der ständigen Anleitung und muss hart an sich arbeiten.

Paideuma:
Der Paideuma ist ein Schüler der Technik, der noch nicht alle Grundlagen in seiner Kunst gemeistert hat und beständige Anleitung braucht, um sich zu verbessern. Er zeigt jedoch schon großes Potential und ist dabei, einen deutlich erkennbaren, wenn auch noch unfertigen, eigenen Stil zu entwickeln.

Synergates:
Der Synergates ist ein vollendeter Adept seiner Kunst, hat also die Pflicht bestanden, feilt aber noch an der Kür. Er beschäftigt sich mit Experimenten in der eigenen Technik und Verfeinerung seiner Arbeit.

Technites:
Der Technites hat das höchstmögliche praktische Können in seiner Kunstform innerhalb seiner Gilde erreicht. Er hat die Ebene des Praktischen vollendet und widmet sich nun dem Studium der Meta-Ebene der Theorie, die er als Gnostes vollenden und andere lehren kann. Technitai widmen sich noch nicht der Lehre der Theorie, können aber Lehrlinge der Praxis unter ihre Fittiche nehmen.

Gnostes:
Der Gnostes ist ein Meister der Lehre und Hüter des Rechts einer Gilde mit persönlicher, aber nicht übergreifend regionaler Autorität. In einer Region kann es eine unbegrenzte Anzahl von Gnostikoi und der darunter liegenden Ränge geben. Bei einem Streit gleichberechtigter Ranginhaber um die Orthodoxie der Lehre, die den Jüngeren vermittelt wird, schlichtet der Didaskalos der Gilde.

Didaskalos:
Der Didaskalos beaufsichtigt die Strukturen und die Werke einer Gilde in einer bestimmten Region der Welt, meistens eines Zusammenschlusses mehrerer Länder. Der Didaskalos ist öffentlich bekannt und tritt zu wichtigen öffentlichen Ereignissen, wie bspw. den Pythischen Spielen auch auf.

Phoiboleptos:
Der Phoiboleptos ist der weltweite Führer einer der sechs Gilden, der über die Lehren und Tugenden der Gilde entscheidet, programmatische Änderungen vornehmen kann und ihre Lehrmeister beaufsichtigt und ggf. zensiert. Der Phoiboleptos jeder Gilde ist ebenso wie der Pautach anonym und nur den Didaskaloi bekannt.

Pautach:
Der Pautach ist der Herr über das gesamte Gildenwesen weltweit, der oberste Mittler und Richter aller Konflikte des Clans. Um seine absolute Neutralität zu wahren, ist die Person des Pautach im Clan komplett anonym und nur den Phoibleptoi der 6 Gilden bekannt.

Vorteile für Spieler im Gildenspiel

Hierarchie
In jedem Clan gibt es Hierarchien, die Tremere haben ihre Pyramide, die Ventrue ihre Linien und die Toreador organisieren sich in Gilden. Der Status im Clan, (Vorsicht, nicht in der gesamten Gesellschaft), wird durch Gilden geregelt.
 
Was du kannst und wie Du es inszenierst, wird alleine dafür den Ausschlag geben. Nicht wie alt Du bist, oder wer Dein Erschaffer ist. Du musst den Alten, die die sich schon etabliert und bewiesen haben, zeigen, dass Du Feuer hast. Wenn Du dich beweisen kannst und in einem Thema so brennst, kannst Du auch einen Ahn davon überzeugen und ihn sogar in die Schranken weisen.


Agon und Didascon
Agon, der Wettstreit und Didascon, die Lehre gehören für die Toreador zusammen. Es soll eine Rivalität unter den Künstlern geben, sie sollen sich messen wollen, ja, es drängt sie danach. Als Künstlerseele ist man von einer Unsicherheit gequält, "genug" sein zu können, dem Urteil anderer Toreador zu genügen.
 In diesem Clan ist jedes Mitglied besonders, Du aber, Du bist doch das besonderste Mitglied, nicht wahr? Die Alten, die sich einschlägig bewährt haben, helfen den Jungen dabei, sich zu orientieren.
Wer damit spielt, kann sich sicher sein, immer genug Spiel zu haben, denn dieser Wettstreit, vorausgesetzt er ist mit ebenbürtigen Gegnern, wird nie langweilig.

7.2.14 12:30
 


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