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Ein guter Spieler .... SC und NSC, Diskrepanzen, Übereinstimmungen und Wünsche

Lange Zeit habe ich dieses Blog nun vernachlässigt,was aber ja nicht schlimm ist, denn es liest sowieso niemand.

Heute nun mal Gedanken zu einem ganz kontroversen Thema:

Der Spieler. 

Was soll er dürfen?

Was wird von ihm gefordert?

Wo liegen die Unterschiede zwischen SC und NSC?

Was noch zu sagen wäre...

Vorweg möchte ich noch kurz die Personen erwähnen, die meine Gedanken hierzu komplex beeinflusst haben.

Ich danke Gregor, weil er schon seit Jahren, manchmal bewusst, manchmal unbewusst das Ideal, das auch mich trägt, lebt.

Ich danke BenBen, weil er immer wieder, seit vielen Jahren meine Gedanken ans Licht bringt, mir beim Formulieren hilft und selber auch so wunderschöne Gedanken hat.

Ich danke Masin, weil er die Wege, die nun gegangen werden sollen als Pionier schon vor vielen Jahren gehen wollte, da aber leider alleine gehen musste.

Ich danke dem "neuen Sl-Team" vor allem für seine Offenheit und den Willen, das Spiel für die Spieler zu verbessern.

Ich danke meinen Spielern für ihre Geduld und ihre Kritik.

Und abschließend, aber nicht zuletzt, danke ich Stefan, der mir erst kürzlich gezeigt hat, was Spielen eigentlich bedeutet und dass ich, trotz jahrelanger Leitungstätigkeiten, auch ein Recht darauf habe, dass man mit mir spielt.

 

1. Der Spieler.

Der Spieler, die Spielerin.

Für mich die Personen, die sich im Spiel bewegen und der Spielgegenstand sind. Diejenigen, für die wir Spielleiter das Spiel konstruieren, erzählen, leben.

2. Was soll er dürfen?

Der Spieler sollte in diesem Spiel alle Freiheiten besitzen. Das beginnt schon bei der Auswahl seiner Spielthemen. Der Spieler nimmt also die Angebote der Sl und der Mitspieler (ja!) wahr und und entscheidet für sich, welche er annehmen möchte, welche nicht. Die Angebote der Sl richten sich immer nach dem Setting, welches im besten Falle genau definiert ist.

Der Spieler hat die Autorität über seine Rolle. Er entscheidet, worauf er sich einlässt. Aktion und Reaktion sind hierfür aber die passenden Stichwörter. Spielt ein Spieler etwas an, dass Konsequenzen nach sich ziehen wird, weil das Setting es verlangt, so ist er auch in der Verantwortung, die Spielkonsequenzen für sein Spiel zu tragen.

Der Spieler sollte alles wissen dürfen, was er wissen will. Allerdings sollte er auch die Freiheit haben, zu sagen, dass er lieber eine Überraschung hätte. Das ist nämlich die Krönung der Freiheit: Frei zu entscheiden, etwas das man haben kann, nicht zu wollen.

Da nicht alle Spieler die gleichen Freiheiten wollen ist es an der Sl, die Heterogenität ihrer Gruppe so zu bedienen, wie sie geäußert wird. Jeder Spieler hat andere Bedürfnisse und Wünsche und die Sl muss den Spagat zwischen diesen Bedürfnissen leisten.

3. Wo liegen seine Verpflichtungen?

Personen, die mich gut kennen, werden nun unheimlich schmunzeln müssen. Ich bin keine belesene Sl und deswegen genieße auch ich den Moment, in dem ich anfange, den absoluten "A-Kanon" also White Wulf, zu zitieren. So findet sich also im Spielerhandbuch von Vampire: Die Maskerade, das Feder und Schwert 1995 herausbrachte, auf Seite 160 folgender Passus:

" Als Spieler ist es Ihre Aufgabe zum Fortgang der Geschichte beizutragen. Der Spielleiter kann nur einen bescheidenen Teil der Arbeit tun. Erst Spieler verleihen dem Hintergrund, den Requisiten und den Kostümen Leben. Sie sind das Fleisch und Blut der Geschichte: Sie lassen alles passieren; nur Sie entscheiden, ob Sie Spaß haben und erfüllen dabei zugleich ein menschliches Grundbedürfnis...kreativ zu sein. Nur wenn Sie sich aktiv an der Handlung beteiligen, erleben Sie echtes Rollenspiel."

1995, meine Herrschaften! Von Anfang an. Hier wird beschrieben, was in der NlC schon seit Masin versucht wird umzusetzen, was aber bisher an vielen Punkten kläglich scheiterte. Der Spieler ist also in der Verantwortung, Spiel mitzugestalten. Ich gehe nun dazu über, zu sagen: Es ist nicht des Spielers Recht, nein, es ist seine Pflicht. Denn die Freiheit, zwischen den Angeboten zu wählen bringt die Verantwortung um seine Mitspieler mit sich. Ausnahmslos.

Alle Spieler, die ich als gut bezeichnen würde, tun das ja eh schon. Leider werden eben diese Spieler immer wieder zu Sln, was den Umbruch, den Masin sich so sehnlich gewünscht hat, immer blockierte. 

4. SC und NSC - wo war noch gleich der Unterschied?

Nehmen wir das doch bitte einmal wörtlich.

SC: Spielerchrakter. Ein Charakter, der gespielt werden darf.

NSC: Nicht-Spielercharakter. Ein Charakter, der nicht gespielt werden darf, sondern funktionieren muss, nach Plan.

Wenn ich mir meine wörtlichen Definitionen so ansehe komme ich nicht umhin festzustellen, dass nicht mal ich auf Dauer einen NSC spielen will!

Auch ich will spielen (Danke nochmal, lieber Stefan!), auch ich möchte Reaktionen meiner Charaktere im Spiel entwickeln dürfen und das Spiel auf meine Charaktere wirken lassen dürfen.

Kein Spielleitungscharakter ist so wichtig, dass man seine Reaktionen im Vorfeld akribisch durchplanen muss. Mit fällt dazu gerade nur ein Charakter in der gesamten Chronik ein. Der Justikar. Der ist als Einziger so wichtig, das ich das Spiel des Darstellers, hinter sein Briefing einordnen wollen würde. Aber dieser Charakter tritt einmal in 4 Jahren auf und ich finde, dem armen Darsteller sollte man für seine Mühe und seine Arbeit, denn das ist ein Justikar noch mehr als jede andere Rolle, die Conkosten erstatten.

Also müsste man vielleicht nocheinmal über Begriffe nachdenken, was man meint, wenn man NSC sagt, was es für Einschränkungen gibt und weshalb wir alle uns gegenseitig das Spielen verbieten wollen.

Bis die Sl das final geklärt hat, ist der Justikar der einzige Chronik-NSC für mich

5. Was noch zu sagen wäre...

Wir alle spielen zusammen ein Spiel. Jede Sl ist oft auch Spieler, jeder Spieler ist oft auch Sl. 

Sl sein heißt Spiel zu gestalten und zu planen, auch zu organisieren. Kurz: Eine Geschichte zu erzählen. Dazu muss ich nicht den schnöden Titel Sl tragen, das kann jeder und sollte jeder tun. Spielen heißt sich in einer Rolle entfalten zu dürfen und Angebote annehmen und ablehnen zu dürfen. Und auch das sollte bitte jeder dürfen.

Welche Aufgaben hat eine Sl dann, wenn man das alles so sehen will, wie beschrieben?

In aller Kürze:

- Kommunikation der Spielwelt.

- Bearbeitung und Abstimmung der Spielwelt.

- Neuspieler in allem unterstützen was sie brauchen.

- Anwalt der Spielwelt sein.

(Ich kann zur Vertiefung nur meinen Vorgängerbeitrag "Eine gute Sl..." empfehlen!)

 

 

12.9.13 14:39
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Meredith (12.9.13 14:47)
Von wegen liest keiner.
Schöne Ansichten, auch wenn ich einzelne Sachen anders betrachten würde. Aber wo wäre man ohne die Unterschiede im Spielverständnis. Oh, stimmt - bei Frieden

Scherz beiseite, gefällt mir

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